Der Automobilsommer kann kommen

Schramberg – Mit einer Ausstellung und einem aufwändigen Begleitprogramm klinkt sich das Schramberger Kinder- und Jugendbüro „Juks“ 2011 in den „Automobilsommer Baden-Württemberg“ ein. Die landesweite Kampagne will auf die Erfindung des Automobils vor 125 Jahren aufmerksam machen.

Einstimmig befürwortete der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung das geplante Projekt.

„Der von Umweltministerin Tanja Gönner verliehene Agendaanerkennungspreis hat uns ermutigt, uns dem Thema weiter zu widmen“, sagte Projektleiterin Krystyna Saurer im Verwaltungsausschuss. Im Zusammenhang mit der Klimaproblematik hatte das Juks 2010 das Großspielprojekt „Prima Klima“ initiiert. Im Mittelpunkt der Aktion nächstes Jahr soll die interaktive Ausstellung „Unser Leben mit Kohlendioxid – Ein Stoff und seine Geschichte“ der Universität Augsburg stehen.

Von Juli bis Ende Oktober soll man in unmittelbarer Nähe des Auto- und Uhrenmuseums alles über die Geschichte, die Krisen und Wendepunkte des Kohlendioxids erfahren können. Mit Exponaten und vielen Experimenten sollen die Besucher erfahren, wie das Gas mit dem Klima auf der Erde und dem Leben darauf zusammenhängt.

Dabei sollen sie außerdem angeregt werden, ihren eigenen Umgang mit Kohlendioxid zu überdenken. Angesprochen sind Schüler mit ihren Lehrern ebenso wie Studenten, Auszubildende, Firmen, während der Ferienzeit ebenfalls Kinder, Familien und Touristen. Im Juli und Oktober werden zwei Wissenschaftler, so ist es geplant, Schüler auf der Experimentierstraße begleiten. Außerdem können kleine und große Tüftler während der „Erfinderzeiten“ in den Sommerferien ihrem Erfindergeist nach Herzenslust in Mitmachlaboren, Experimentierstationen und bei Exkursionen freien Lauf lassen. Für diejenigen, die auf dem Gelände der Hamburg-Amerikanischen Uhrenfabrik ein Elektrofahrrad, ein Segway- oder Twike-Fahrzeug ausprobieren oder selber mit Körperkraft Energie erzeugen möchten, könnten Autozuliefererfirmen womöglich eine E-Mobilwoche gestalten. Um den Nachhaltigkeitsgedanken langfristig in einer breiten Öffentlichkeit zu verankern und außerdem das Großprojekt mit veranschlagten Kosten von 96 000 Euro finanzierbar zu machen, sollen Kooperationspartner mit ins Boot geholt werden. Unter anderen das Schulamt, die Handwerkskammer, die Industrie, Solarbetriebe sowie die Fachhochschule Furtwangen. Mit 6000 Euro will sich die Stadt an den Kosten beteiligen.

Weitere 5000 Euro sind als Bürgschaft für eventuell nicht übernommene Kosten angesetzt. Dass es nicht einfach ist, das nötige Geld zusammen zu bekommen, machte Krystyna Saurer ebenfalls deutlich. Sie setzt unter anderem auf das Interesse der Betriebe, die einen Fachkräftemangel beklagen. Auch die Hochschulen seien „super darauf angewiesen“, Nachwuchs zu bekommen. CDU-Stadtrat Clemens Maurer schlug vor, dem Projekt einen Namen zu geben, der die Energieeffizienz ins Zentrum rückt.

06.11.2010


Quellenangabe: Eva Kügler - „Der Automobilsommer kann kommen“, Südkurier, 06.11.2010, http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schramberg/Der-Automobilsommer-kann-kommen;art416015,4565293,4450457 , 03.03.2011