Auto- und Uhrenwelt Schramberg - Historie

Die Historie des Museums

Die Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik H.A.U. war einst einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Schramberg. Im Jahr 1924 fertigten 2200 Mitarbeiter täglich etwa 5000 Großuhren und rund 15 000 Wecker, die Schwarzwaldstadt hatte sich vom armen Marktflecken zur florierenden Industriestadt gewandelt. Die noch heute in Schramberg beheimatete Uhrenfabrik Junghans war in jener Zeit der weltweit größte Uhrenhersteller.

Doch es folgten andere, sehr schwierige Zeiten für die deutsche Uhrenindustrie. Die Konkurrenz aus dem Ausland wuchs und damit auch der Druck auf die Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik. Dem versuchte man unter anderem mit Rationalisierung, Angleichung an die Produktionsweise der amerikanischen Wettbewerber und Kooperationen zu begegnen. 1930 fusionierte die Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik mit der Uhrenfabrik Gebrüder Junghans und den Vereinigten Freiburger Uhrenfabriken zur Uhrenfabrik Gebrüder Junghans AG. Es kam zu Entlassungen und zur Stilllegung ganzer Bereiche, große Teile des Firmenareals der H.A.U. lagen nach der Krise brach.

In einem der imposanten Firmengebäude befindet sich das Automuseum und Uhrenmuseum „ErfinderZeiten“. Beeindruckend an diesem denkmalgeschützten Industriebau sind die Fenster mit aufwändigen Detailausbildungen und wertvollen Beschlägen und Scheiben. An diesem historischen, authentischen Ort der industriellen Entwicklung Schrambergs ist Technikgeschichte jetzt wieder lebendig.