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  • NSU OSL mit Seitenwagen

    NSU Konsul II

    NSU Rennsport-Champion

    NSU Emblem

    NSU Wankel Spider

    NSU Wankelmotor RO80

    NSU Prinz

NSU-Ausstellung

Die NSU-Ausstellung zeigt mit ausgewählten Exponaten die Entwicklung einer der erfolgreichsten Fahrrad- und Motorradproduzenten weltweit. In der NSU-Sammlung sind die ersten NSU-Motorräder aber auch die Erfolgsschlager der 1950er Jahre wie Lambretta, Max, Fox und Quickly zu sehen. Rennsportmotorräder der Marke NSU, mit denen Weltrekorde erzielt wurden, runden das Bild dieser bekannten Marke ab. Zusätzlich können NSU-Autos bestaunt werden. Die Highlights der Ausstellung sind die Fahrzeuge Spider und Ro 80, ausgestattet mit dem damals sensationellen Wankel-Motor.

NSU - Weltgrößte Motorradfabrik

NSU steht für Neckarsulm und war in den 50er Jahren die weltgrößte Motorradfabrik im schwäbischen Neckarsulm. Begonnen hatte NSU 1947 nach dem 2. Weltkrieg mit dem Bau von Fahrrädern. Die Motorräder beginnen mit dem NSU Quick von 1949, Vorläufer der späteren Mopeds. Auch bei Ihm sind noch Tretkurbeln vorhanden.

Der NSU Quick gehörte vielfach zur Erstausrüstung von später sehr erfolgreichen Firmengründern. Mit dem Rucksack fuhr man zum Kunden, um seine Waren anzubieten.

Nach dem NSU Quick kommen dann in aufsteigender Reihenfolge die später gebauten Fahrzeuge wie Fox, Superfox, Lux, Superlux und als letztes Fahrzeug die NSU Max, das vielleicht bekannteste Motorrad der 50er Jahre.
Die Tragik von NSU ist die, dass der Zweiradbau wenige Jahre vor der Freizeitwelle gestoppt werden musste. Hätten sie die Freizeitwelle erreicht, würde es sicher auch heute noch berühmte und gute NSU-Zweiräder geben.

  • NSU Quick
  • NSU Quickly
  • NSU Fox
  • NSU Superfox
  • NSU - Maxi
  • NSU Superlux
  • NSU Max

NSU Konsul und NSU OSL

Diese beiden Maschinen haben noch eine starke Verwandtschaft zu den Vorkriegskonstruktionen von NSU.

Die Herkunft aus den 30er Jahren bei dem NSU OSL nicht zu leugnen. Doch Bewährtes baute man nach dem Krieg einfach weiter, so war die Bauzeit der OSL fast 20 Jahre, von 1933 - 1952. Für Vater, Mutter, Kind und ein bisschen Gepäck gab es nur mit Seitenwagen genug Platz. Eine passable Lösung zu der Zeit, als viele ein Auto nur bestaunen konnten.

Mit dem NSU Konsul II war man mutig bei NSU. Schon 1951 entstand die Konsul, auf der Basis von erfolgreichen Sportmaschinen aus der Vorkriegszeit. Kopfgesteuerter Viertaktmotor, nahezu so stark wie ein VW. Originalton NSU: “Kluge Köpfe kaufen Konsul! Die Maschine der schnellen Jungs. Rassige NSU-Straßenlage.“ Perfekte Ingenieurskunst mit unvergänglicher Faszination bis heute.

  • NSU OSL mit Seitenwagen
  • NSU Konsul II

NSU Rennsportchampion

Eines der innovativsten Unternehmen in der württembergischen Fahrzeugindustrie war NSU. Die Erfolge beim Rennsport sowohl mit den Motorrädern als auch mit den Automobilen machten NSU bekannt und förderten den Verkauf zunächst ungemein. 1953 gewann Rupert Haas auf seiner NSU-Rennmax sowohl die Deutsche Meisterschaft als auch die Weltmeisterschaft. Die Duelle zwischen Heiner Fleischmann (NSU) und Georg „Schorsch“ Meier (BMW) schrieben in der Nachkriegszeit Motorrad-Renngeschichte.


Der Wankel -Motor – die Weltinnovation bei NSU

Im Jahr 1957 stellte in Neckarsulm der Maschinenbauingenieur und Erfinder Felix Wankel einen neuartigen Motorentyp vor: den Rotationskolbenmotor. Bei diesem Motor gibt es keine Kurbelwelle, Nockenwelle, Ventile und Hubkolben. Ersetzt werden diese Bauteile durch einen dreieckigen Drehkolben. Dadurch können Drehzahlen über 10.000 U/min erreicht werden und eine enorme Laufruhe entsteht.

  • NSU - Quickly F
  • NSU Quick 50
  • NSU Lambretta
  • Italienische Ur-Lambretta
  • NSU Prima V

NSU Wankel Spider

Die Besonderheit liegt im Motor. Es ist ein Kreiskolbenmotor mit einer sehr großen Drehzahl, die bis 8000 Umdrehungen pro Minute ging. Leider war das Fahrzeug eine völlige Katastrophe. NSU hat viel Geld verloren, da die technischen Probleme des Motors, insbesondere das Dichtungsproblem nicht beherrschbar war. Man hat insgesamt nur 2375 Fahrzeuge gebaut.

Weitere Modelle, die sich in sportlicher Richtung weiterentwickelten:

  • NSU RO 80
  • NSU Sport Prinz
  • NSU Prinz II

NSU Sport Prinz

Der NSU Sportprinz hat wieder den normalen Kolbenmotor und war ein sehr akzeptiertes Fahrzeug. NSU hatte aber im PKW-Bau kein Glück. Es kam noch der RO 80, ebenfalls mit Wankel-Motor dazu, der aber keinen nachhaltigen finanziellen Erfolg darstellte. NSU ging etwa 1965 zunächst an Mercedes und dann an Audi über.

NSU RO 80

Der RO 80 war beim Produktionsstart 1967 eines der modernsten Autos der Welt, dies sowohl technisch durch den Wankelmotor als auch im Design. Die Karosserie in Keilform ist bis in unsere Tage aktuell geblieben. NSU verband mit dem RO 80 die Hoffnung in die PKW-Oberklasse aufzusteigen. Doch das Gegenteil trat ein, NSU verlor durch Motorprobleme viel Geld und seine Selbständigkeit. Fusion 1969 mit der Auto Union, Ingolstadt.

NSU Prinz

Der Kleinwagen mausert sich zum anspruchsvollen Sportgerät, das Wirtschaftswunder zieht seine Spuren. NSU sieht gute Chancen als sportlicher Autobauer Profil zu gewinnen. Nur ein italienischer Maestro kam in Frage die „prinzliche“ Karosserie maß zu schneidern. So wurde Bertone in Turin beauftragt eine zeitlos schöne Form zu schaffen.

NSU Prinz II

Die autohungrigen Deutschen wollten von NSU nicht nur Zweiräder sondern einen richtigen kleinen PKW. NSU ließ sich nicht lumpen, der Prinz fuhr der Konkurrenz rasant davon.

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