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  • Bauer Tandem

    AMO-Motor am Transportrad Bavaria

    Kleinroller

    DKW Hummel 115

    Zuendapp KS 601 Elastic

    Horex Regina 400

    Gutbrod Superior

    VW Standard

    Wendax Eillieferwagen WL250

    Grohsbach Eigenbau

    Invalidenfahrzeug

    Autowerkstatt

Nachkriegsjahre

Not macht erfinderisch - Die Nachkriegszeit waren schwere Jahre für die Deutschen. Das Land war zerstört, die Infrastruktur kaum noch vorhanden. Man entwickelte den Holzvergaser, da Benzin den Besatzungsmächten und öffentlichen Institutionen vorbehalten war.

 

Zu Beginn der Massenmotorisierung stand das Zweirad. Findige Ingenieure und Techniker konstruierten Motorräder und Mopeds, selbst an Fahrräder montierten sie kleine Hilfsmotoren. Dafür waren zwei Motorenprinzipien geeignet: Der Zweitakt- und der Viertaktmotor.


Fahrräder

Deutschland durfte bis 1947 nur Motoren bis 60 ccm bauen und Benzin war Mangelware. Laut Morgenthau-Plan sollte Deutschland zum Agrarstaat werden. Fahrräder waren das wichtigste Fortbewegungsmittel.

  • Bauer Tandem - das besondere an diesem Tandem ist die Vorderradfederung und eine präzise Gangschaltung.
  • Fahrrad Vaterland
  • Adler Tretlagerschaltung
  • Wofner Allrad-Federung
  • Bastert Kaiser –Schwinger

Fahrräder mit Hilfsmotor

Mit dem Fahrradhilfsmotor wurde die Nachkriegsmotorisierung wieder in Gang gesetzt. Hilfsmotoren konnte man um etwa 150 Mark im Fahrradgeschäft kaufen, man hat sie mehr oder weniger geschickt in das aus Kriegstagen noch vorhandene Fahrrad eingebaut. Bemerkenswert ist die enorme Vielzahl von Konstruktionen. Jeder Hersteller glaubte, dass gerade sein Platz am Fahrrad der Beste sei.

  • AMO-Motor am Transportrad Bavaria
  • ILO F48
  • Küchen - 385
  • ILO F 60 H
  • Motor-Tandem

Kleinroller

Diese Kleinstroller sind mit Fahrrad-Hilfsmotoren bestückt, die wir schon von den Fahrrädern her kennen. Sie sollten Einkaufsfahrzeuge für die Hausfrau sein oder gar in ihrer kleinsten Form im Kofferraum des Autos mitgenommen werden. Diese kleinen Stadtroller sind heute völlig vergessen, das Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten dürfte das einzige Museum sein, das diese Fahrzeuge zeigt.

  • Lutz-Motorroller R 50
  • Cityfix 49
  • Ferbedo-Motorroller R48
  • Biene, bzw. Servos
  • Döring Spatz

Mofas

So entwickelte man sich langsam aber stetig vom Fahrrad mit Hilfsmotor zum Moped und schließlich zum Mofa.

  • Lutz P53 Standard
  • Patzner - Filou
  • Rabeneick M 14
  • Rabeneick Taxi
  • Horex Rebell S
  • Monza Super-Sport de Luxe
  • Rex Riva
  • DKW Hummel 115

Firma Kreidler

Die innovativen Mopeds aus Zuffenhausen wurden lange gebaut. Ein Siegeszug beginnt.

  • Kreidler Florette
  • Kreidler K 50
  • Kreidler Junior J 51

Entwicklung der Motorräder

Die meisten Motorräder waren in Deutschland bereits vor dem Krieg zu finden.

  • Delius VM 100 Cityfix
  • Hoffmann MJK 100
  • Imme: Konstruktiv besonders genial war die Imme des Konstrukteurs Riedel aus Immenstadt im Allgäu.
  • Bismarck
  • Achilles Ami-Sport

Motorräder bis 250ccm:

  • Tornax T 175
  • ARDIE B 251
  • Triumph BDG 250

Motorräder bis 500 ccm

  • UT MG 125 mit Nachlaufanhänger
  • Hoffmann S 300
  • Puch 250
  • Horex Regina 400
  • Horex Regina Sport
  • Zündapp KS 601 Elastic (US-Ausf.)

Firma Gutbrod Plochingen

Die Firma Gutbrod Plochingen baute bereits vor dem Krieg Autos. Das Design war meist eher bieder und alle Fahrzeuge waren als Zwei-Sitzer ausgelegt. Anfangs hatten die Motoren nur 20 PS und wurden durch leistungsfähigere Einspritzmotoren, die vom Flugzeugbau bekannt waren ersetzt.

  • Gutbrod Superior
  • Gutbrod Sport Wendler

Volkswagen

Volkswagen gelang es Autos mit Dauergeschwindigkeit von 100km/h auf der Autobahn zu bauen. Anfangs waren die begehrten Fahrzeuge nur in grau lieferbar und orientierten sich an Porsche.

  • VW 1200 Standard
  • VW Standard mit Jobra-Anhänger

Die Lastesel der Nation

Man muss wissen, dass es zu dieser Zeit noch keinen VW – Transporter gab. Interessant sind die Motorleistungen von 10 und 15 PS, die immerhin ausreichten, um Nutzlasten bis zu 750 kg zu transportieren, wobei die Transportgeschwindigkeit im beladenen Zustand maximal Fahrradgeschwindigkeit darstellte.

Die Firma Wendax baute Draisinen, kleine stabile Wägelchen, die auf Eisenbahnschienen fahren. Warum also nicht auch ein Lastendreirad bauen? Der Wendax Eillieferwagen WL 250 war einer der Lastesel damals.

  • Goliath GD 750
  • Tempo Boy

Grohsbach-Eigenbau

Dieses Fahrzeug entstand mehr oder weniger am Küchentisch als Einzelanfertigung. Herr Grohsbach war ein arbeitsloser Ingenieur und bewies mit diesem Fahrzeug seine Tüchtigkeit. Besondere Merkmale sind die Vierradlenkung zum bessern Einparken, der flugzeugähnliche Steuerknüppel sowie das geniale Plexiglasdach, dessen hintere Führungsschienen gleichzeitig die damals berühmte Heckflosse darstellten.

  • Grohsbach-Eigenbau

Invalidenfahrzeuge

Nach dem Krieg gab es etwa 800.000 Invalide

  • Krankenfahrstuhl Petri & Lehr „Spezialdreirad für Kriegsversehrte“li>
  • Krause Piccolo – Trumpf „Dreiradroller für Invaliden aus der DDR“
  • Nicht-Auto-Fortbewegungsmittel Meyra 48 - Mit Benzinmotor war es das Standardfahrzeug jener Jahre.
  • Krankenfahrstuhl für Soldaten. „Die Teilhabe am normalen Leben ging nur mit mobiler Hilfe“

Werkstatt

Bei dieser Werkstatt aus 1952 gab es noch keine Elektronik - alles war Mechanik. Es wurde alles repariert, was mit Rädern zu tun hatte Fahrräder, Motorräder usw.
 

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