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Uhrenmuseum - Schwarzwald, Junghans, Uhr

Die Entwicklung Schwarzwälder Uhren

Präzision als Triebfeder

Schwarzwälder Uhren haben eine lange und bewegte Geschichte. Mühevoll in Handarbeit gefertigt und von den Uhrenpackern in die Welt hinaus getragen, waren es im wahrsten Wortsinn schwere Zeiten. So gelangten Schwarzwälder Holzuhren schon vor 200 Jahren auf beschwerlichen Wegen auch in fremde Länder.

Als Pionier der Uhrenfertigung begegnete Erhard Junghans allen Herausforderungen mit Innovationskraft und einer Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Begeistert von dem Gedanken, die Präzision der Uhr permanent zu verbessern, war er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Vorreiter bei der Entwicklung mechanischer Zeitmesser. In den 1930er Jahren kamen die ersten mechanischen Armbanduhren auf den Markt, sie lösten schnell die bis dahin vorherrschenden Taschenuhren ab.

Mit dem Ziel vor Augen, die Zeitmessung noch komfortabler und präziser zu machen, entstand die elektrisch angetriebene Uhr und in der Folge Uhren mit Quartz-Technologie. Sie galten in den 1960er Jahren aufgrund ihrer Ganggenauigkeit als neuer Maßstab. Damit nicht genug, strebten die Ingenieure Ende des vergangenen Jahrhunderts nach der ultimativen Uhr – und revolutionierten die Branche mit der Funk-Technologie: Uhren, die in einer Million Jahre nur eine Sekunde falsch gehen.

Und heute? Besinnt man sich zurück auf frühere Werte. Erlebt die mechanische Uhr eine Renaissance. Technisch sehr anspruchsvolle, handgefertigte Chronometer führen zurück zu den Anfängen der Uhrenproduktion im Schwarzwald. Schön, dass Tradition und Moderne sich so harmonisch zueinander fügen.