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30 Jahre seriengefertigte Funkuhr aus Schramberg

Halbstark auf zwei Rädern

30 Jahre seriengefertigte Funkuhren aus dem Hause Junghans
In der Geschichte der Zeitmessung waren Präzision, Ganggenauigkeit und Zeitvergleich immer von besonderer Bedeutung. Bei Uhren setzte die Entwicklung zu höherer Ganggenauigkeit mit dem Aufkommen der Elektronik ein.

Eine Funkuhr ist eine batteriebetriebene Quarzuhr, die ein vom Sender per Funk ausgestrahltes Zeitsignal empfangen kann. Mit der empfangenen Information reguliert sich die Uhr selbsttätig nach.

Das Zentrum der Zeit sind die Atomuhren in der Physikalisch Technische Bundesanstalt in 
Braunschweig. Ihre Genauigkeit ist so hoch, dass eine Abweichung von einer Sekunde erst in mehr 
als 1 Mio. Jahren zu erwarten ist.
Von dort wird ein Zeittelegramm an den Zeitzeichensender DCF-77 in Mainflingen gesendet. Dieser sendet das codierte Zeittelegramm über Langwelle 77,5 kHz weiter. Das Empfangssystem in der Funkuhr empfängt dieses Zeitsignal, das der Mikroprozessor in der Uhr entschlüsselt und an einen Schrittschaltmotor weiterleitet, der die Uhrzeit absolut präzise einstellt. Der permanente Empfang ist im Umkreis von 1500 km um den Sender DCF-77 gewährleistet.
Außerhalb des Empfangbereichs läuft die Uhr wie eine gewöhnliche Quarzuhr.

Junghans stellte als erste Firma der Welt im April 1985 auf der Basler Mustermesse ihre erste Funkuhren-Kollektion für den privaten Bereich vor. Die Tisch- und Wanduhruhr RC1.

Bereits ein Jahr später, zum 125-jährigen Firmenjubiläum, stellt Junghans mit der RCS1 die weltweit erste Funkuhr vor, die ihre Energie über die ressourcenschonende Solartechnologie bezieht.

Die nächste Sensation gelang 1990: Junghans hat die Funktechnologie so weit miniaturisiert, dass diese in eine Armbanduhr integriert werden konnte. Die Junghans Mega 1 war damit weltweit die erste Funkarmbanduhr.

Veranstaltungsort:
Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten
Gewerbepark H.A.U. - 78713 Schramberg